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Glossar für IT-Energiemanagement und Wake-on-LAN
Dieses Glossar erklärt Netzwerk-, Windows- und Endpoint-Management-Begriffe, die beim Aufwecken, Abschalten und Verwalten von PCs in Unternehmensnetzen wichtig sind.
Die Definitionen dienen als kompakter Einstieg. Die verlinkten Seiten erklären Topologie, Konfiguration und Betrieb im Detail.
Begriffe und Definitionen
Von Broadcast-Domäne bis Wake-on-LAN
Die Definitionen verwenden etablierte Begriffe aus der IT-Administration und verweisen auf passende EnviProt-Seiten mit weiterführendem Kontext.
A
Automatische WOL-Proxy-Auswahl
Ein Verfahren, das für das Zielnetz einen verfügbaren Wake-on-LAN Proxy auswählt, statt dauerhaft nur ein festes Relay zu verwenden. Die Auswahl hängt weiterhin vom eingesetzten Produkt, erreichbaren Proxy-Kandidaten und der tatsächlichen Netzwerktopologie ab.
Auch verwendet: automatische Proxy-Ermittlung, dynamische WOL-Proxy-Auswahl
B
Broadcast-Domäne
Der Bereich eines Netzwerks, in dem ein Layer-2-Broadcast Geräte direkt erreichen kann. Router und VLAN-Grenzen trennen Broadcast-Domänen normalerweise, weshalb ein lokaler WOL-Broadcast nicht automatisch jedes Subnetz erreicht.
Auch verwendet: Layer-2-Broadcast-Domäne
D
DDC/CI
Eine Schnittstelle zur Display-Steuerung, über die kompatible Software Monitoreinstellungen wie Energiezustand oder Helligkeit lesen oder ändern kann. Die Unterstützung hängt von Monitor, Verbindungsweg, Grafik-Stack und aktivierten Geräteeinstellungen ab.
Auch verwendet: Display Data Channel Command Interface
E
Endgeräte-Energie- und CO2-Schätzung
Eine berechnete Sicht auf Energieverbrauch und zugehörige Emissionen von Endgeräten auf Basis von Laufzeitdaten sowie festgelegten Annahmen oder Faktoren. Eine Schätzung ist mit ihren Eingaben und Grenzen zu interpretieren und nicht automatisch eine direkte Zählermessung.
Auch verwendet: PC-Energieschätzung, Endgeräte-Emissionsschätzung
G
Geplantes Wecken
Eine zentral geplante Aktion, die ausgewählte Endpoints zu einem festgelegten Zeitpunkt aufweckt, häufig vor Wartung oder geplanten Arbeiten. Der Erfolg hängt weiterhin von der WOL-Bereitschaft des Zielgeräts und einem funktionierenden Zustellpfad ab.
Auch verwendet: Scheduled Wake-on-LAN, zeitgesteuertes PC-Aufwecken
H
Hardware- und Software-Inventarisierung
Eine automatisch erfasste Übersicht von Endpoint-Eigenschaften wie Hardware, Betriebssystem und installierter Software. Inventardaten unterstützen die technische Administration, sind allein aber kein vollständiges Beschaffungs-, Vertrags-, Lizenz- oder Asset-Lifecycle-System.
Auch verwendet: IT-Asset-Inventar, Endpoint-Inventarisierung
Heruntergefahren / S5
Der ACPI-Soft-Off-Zustand, in dem der Betriebssystemkontext nicht erhalten bleibt und das System vollständig neu starten muss. Manche Hardware kann in S5 für WOL aktiviert bleiben; Unterstützung und Verhalten hängen jedoch von Plattform und Konfiguration ab.
Auch verwendet: ACPI S5, vollständiges Herunterfahren
K
Kernarbeitszeiten
Ein geschützter Zeitraum, in dem automatische Abschaltregeln die normale Benutzerarbeit nicht unterbrechen sollen. Er ist eine von mehreren Schutzmaßnahmen und erkennt allein noch keine aktiven Anwendungen, Übertragungen oder Hintergrundaufgaben.
Auch verwendet: produktive Zeitfenster, geschützte Geschäftszeiten
Klassischer Standby / S3
Der klassische Standby-Zustand, in dem der Systemkontext im Arbeitsspeicher bleibt, während die meisten anderen Komponenten abgeschaltet sind. Ein Modern-Standby-System verwendet S0 Low Power Idle anstelle der Schlafzustände S1 bis S3.
Auch verwendet: Legacy Sleep, Suspend to RAM
L
Laufzeit- / Uptime-Analyse
Die Auswertung, wie lange Endpoints eingeschaltet bleiben und zu welchen Zeiten diese Laufzeit entsteht. Sie hilft, vermeidbare Betriebszeiten zu erkennen, und liefert eine Grundlage für Richtlinienprüfung, Energieschätzungen und Reporting.
Auch verwendet: PC-Laufzeitanalyse, Endpoint-Uptime-Reporting
Leerlauferkennung
Die Auswertung von Signalen, die zeigen, ob ein Computer tatsächlich ungenutzt ist. Zuverlässige Richtlinien können mehr als Tastatur- und Mauseingaben berücksichtigen, darunter aktive Anwendungen, Ressourcennutzung, Netzwerkaktivität und definierte Ausnahmen.
Auch verwendet: Inaktivitätserkennung, Computer-Idle-Erkennung
Lokaler Broadcast
Ein Broadcast für Hosts im lokalen Netzwerksegment des Senders. Router leiten ihn normalerweise nicht weiter; daher eignet er sich für lokales WOL, ist aber keine allgemeine Lösung für entfernte Subnetze.
Auch verwendet: Limited Broadcast, lokaler Subnetz-Broadcast
M
Magic Packet / Wake-Paket
Ein speziell formatiertes Netzwerk-Frame, das die MAC-Adresse des Zieladapters im Wake-on-LAN-Muster enthält. Die Zustellung allein garantiert kein Aufwecken; auch Firmware, Adaptereinstellungen, Energiezustand und Netzwerkpfad müssen es unterstützen.
Auch verwendet: WOL-Paket, Wake Packet
Modern Standby / S0 Low Power Idle
Ein Windows-Energiemodell, bei dem das System im Arbeitszustand S0 bleibt und gleichzeitig in einen energiesparenden Leerlauf wechselt. Systeme mit Modern Standby verwenden nicht parallel das klassische Schlafmodell S1 bis S3.
Auch verwendet: S0ix, Connected oder Disconnected Standby
P
Power Policy / Richtliniengruppe
Ein zentral zugewiesener Regelsatz für Energieverhalten, Zeitpläne, Ausnahmen und zugehörige Aktionen von Geräten. Durch Gruppierung können Administratoren unterschiedliche Richtlinien auf verschiedene Endpoint-Rollen oder organisatorische Anforderungen anwenden.
Auch verwendet: Endpoint-Energierichtlinie, Geräte-Richtliniengruppe
Produktive Aktivität
Computer- oder Benutzeraktivität, die eine automatische Energierichtlinie als laufende Arbeit behandeln soll. Abhängig vom Richtliniendesign können Anwendungen, CPU-Nutzung, Netzwerkübertragungen, Präsentationen, Remote-Sitzungen oder andere geschützte Aufgaben als Signale dienen.
Auch verwendet: aktive Workload, geschützte Aktivität
R
Ruhezustand / S4
Ein Systemenergiezustand, in dem Windows den Systemkontext auf nichtflüchtigem Speicher sichert und das Gerät abschaltet. Beim Fortsetzen wird dieser Kontext wiederhergestellt; ob zusätzlich ein Wecken per Netzwerksignal möglich ist, hängt von Plattform und Konfiguration ab.
Auch verwendet: Hibernate, Suspend to Disk
S
SCCM / MECM / MCM
Bezeichnungen, die Administratoren für Generationen oder Abkürzungen von Microsoft Configuration Manager verwenden. EnviProt kann Configuration-Manager-Workflows um die Energieverfügbarkeit von Endpoints ergänzen, ersetzt aber keine Softwareverteilung oder Endpoint-Management-Funktionen.
Auch verwendet: Configuration Manager, Microsoft Configuration Manager
Schnellstart / hybrides Herunterfahren
Ein Windows-Startmodus, der die Benutzerabmeldung mit dem Ruhezustand der Systemsitzung kombiniert. Da dies kein vollständiges Herunterfahren ist, kann das WOL-Verhalten danach von Firmware, NIC-Treiber, Windows-Einstellungen und Hardwareunterstützung abhängen.
Auch verwendet: Windows-Schnellstart, Hybrid Boot
Sichere Leerlaufabschaltung
Eine automatische Abschaltung, die erst nach richtliniendefinierten Inaktivitäts- und Schutzprüfungen erfolgt. Ein sicherer Ansatz berücksichtigt vor der Aktion Benutzerarbeit, Anwendungen, Übertragungen, Wartung, Zeitfenster und ausdrückliche Ausnahmen.
Auch verwendet: automatische Idle-Abschaltung, Inaktivitätsabschaltung
Subnet-Directed Broadcast
Ein IP-Paket an die Broadcast-Adresse eines entfernten Subnetzes, das ein Router dort als lokalen Broadcast zustellen kann. Da Missbrauch Datenverkehr verstärken kann, gehören Routing-, ACL- und Sicherheitsentscheidungen zum Netzwerkbetrieb; die Funktion ist häufig standardmäßig eingeschränkt.
Auch verwendet: Directed Broadcast, IP Directed Broadcast
U
UDP-Ports 7 und 9
Zwei UDP-Zielports, die häufig zum Transport von Magic Packets verwendet werden und historisch Echo beziehungsweise Discard zugeordnet sind. Wake-on-LAN wird durch Paketmuster und Zustellpfad bestimmt, nicht durch einen universell vorgeschriebenen UDP-Port.
Auch verwendet: WOL-Port 7, WOL-Port 9
Unicast-WOL
Die Zustellung eines Wake-Pakets an die IP-Adresse eines einzelnen Endpoints statt an eine Broadcast-Adresse. Das Verfahren kann davon abhängen, dass Router oder Switches nach dem Abschalten eine nutzbare IP-zu-MAC-Zuordnung behalten.
Auch verwendet: Directed Unicast Wake-up
V
VLAN / Subnetz bei WOL
Eine VLAN- oder geroutete Subnetzgrenze trennt den Sender von der lokalen Broadcast-Domäne des schlafenden Endpoints. WOL über Subnetze benötigt daher einen bewusst geplanten Zustellweg, etwa einen autorisierten Directed Broadcast oder ein Relay im Zielnetz.
Auch verwendet: WOL über VLANs, WOL über Subnetze
W
Wake-on-Demand
Ein Ablauf, der einen bestimmten Büro-Endpoint erst dann einschaltet, wenn ein Benutzer oder Administrator ihn benötigt. Kontrollierte Identität, Gerätezuordnung und ein zuverlässiger WOL-Pfad helfen, keinen breiten Zugriff auf fremde Systeme zu erteilen.
Auch verwendet: PC bei Bedarf aufwecken, Remote-PC-Wecken
Wake-on-LAN (WOL)
Eine Technik, mit der ein passend konfigurierter Netzwerkadapter einen Computer nach Empfang eines passenden Magic Packets einschalten oder fortsetzen kann. Firmware, Adapter, Betriebssystem-Energieeinstellungen, Energiezustand und Netzwerkzustellung beeinflussen die Funktion.
Auch verwendet: Wake on LAN, WoL, Netzwerk-Weckfunktion
Wake-on-WAN (WoW)
Wake-on-LAN über geroutete oder geografisch entfernte Netze. Es ist kein universelles Einzelprotokoll: Die Umsetzung muss Sicherheit, Adressübersetzung, Routing und die Zustellung im Zielnetz des Endpoints berücksichtigen.
Auch verwendet: Remote WOL, WOL über WAN
Wake-Timer
Ein lokaler Betriebssystem- oder Firmware-Timer, der ein unterstütztes Gerät für ein geplantes Ereignis fortsetzen kann. Er unterscheidet sich von WOL, weil der Auslöser am Endpoint gespeichert oder geplant wird und nicht als Wake-Paket über das Netzwerk eintrifft.
Auch verwendet: Windows-Wake-Timer, geplanter Resume-Timer
Wake-up Proxy (ConfigMgr)
Eine Wake-Methode von Microsoft Configuration Manager, bei der ausgewählte aktive Clients schlafende Peers erkennen und für sie bestimmten Datenverkehr umleiten. Sie ist eine Configuration-Manager-Funktion und kein allgemeines Synonym für jedes WOL Relay oder den EnviProt WOL Proxy.
Auch verwendet: Configuration Manager Wake-up Proxy, SCCM Wake-up Proxy
Wartungsfenster
Ein festgelegter Zeitraum, in dem Administratoren Updates, Deployments oder andere verwaltete Arbeiten mit geringerer Benutzerbeeinträchtigung durchführen. Ausgeschaltete Endpoints müssen gegebenenfalls vorher geweckt und danach wieder in die vorgesehene Power Policy zurückgeführt werden.
Auch verwendet: IT-Wartungsfenster, Service Window
WOL Portal
Eine Weboberfläche, über die autorisierte Benutzer zugewiesene Computer aufwecken können, ohne direkten Zugriff auf die zentrale Management-Konsole zu erhalten. Authentifizierung und Zuordnungsmodell des Portals bestimmen, wer welche Geräte sehen und wecken kann.
Auch verwendet: Wake-on-LAN Portal, Self-Service-Wake-Portal
WOL Proxy / WOL Relay
Ein erreichbares System im oder nahe dem Zielnetz, das den lokalen Wake-Datenverkehr für schlafende Endpoints weiterleitet oder erzeugt. Damit wird nicht vorausgesetzt, dass gewöhnliche Broadcasts Router, VLANs oder WAN-Verbindungen passieren.
Auch verwendet: Wake-on-LAN Relay, Subnetz-WOL-Proxy
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Von der Definition zur praktischen Umsetzung
FAQs und Bereitstellungsleitfäden zeigen praktische Schritte für geplantes Wecken, sichere Leerlaufabschaltung und verwaltete Windows-Rollouts.
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